Was du über künstliche Insemination wissen musst

Mithilfe einer künstlichen Befruchtung kannst du deine Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen und zwar auf eine Weise, die weniger invasiv als eine IVF ist. Es empfiehlt sich, mehr darüber zu lesen, denn dieses Verfahren könnte der erste Schritt sein, um schwanger zu werden.

Die am häufigsten verwendete Methode der künstlichen Befruchtung heißt IUI, was für intrauterine Insemination steht. Bei dieser Behandlung können Hormone eingesetzt werden, um die Eierstöcke zu stimulieren und die Reifung mehrerer Follikel zu unterstützen. Die Behandlung kann allerdings auch ohne hormonelle Stimulation erfolgen.

Durch Blutuntersuchungen und Ultraschall wird der Eisprung überwacht, um den besten Zeitpunkt für eine Insemination zu bestimmen. Dann wird eine Spermaprobe in einem Labor aufbereitet, bevor sie in die Gebärmutter eingeführt wird.

Lass uns diese beiden Schritte im Detail betrachten:

Schritt 1: Die Eierstöcke werden stimuliert (wenn benötigt)

Durch die Stimulation können sich so viele Follikel wie möglich entwickeln, was die Befruchtungschancen erhöht. Die Dosis des Stimulans ist niedrig und das Medikament lässt sich leicht verabreichen, da es in der Regel unter die Haut gespritzt wird, ähnlich wie Insulin bei Diabetikern. Das Follikelwachstum wird durch regelmäßige vaginale Ultraschalluntersuchungen überwacht und der Hormonspiegel wird durch Blutuntersuchungen kontrolliert. Diese Phase dauert in der Regel 10 bis 12 Tage. Die Ärzte warten, bis die Follikel die perfekte Größe erreicht haben und der Hormonspiegel ansteigt – der beste Zeitpunkt für die Insemination.

Schritt 2: Die Insemination erfolgt

Sobald die Follikel die ideale Größe erreicht haben, wird manchmal HCG (humanes Choriongonadotropin) injiziert, um die letzte Phase der Reifung und des Eisprungs einzuleiten. Der Zeitpunkt ist hier recht präzise. 36 Stunden nach dieser Injektion findet die Insemination in der Klinik statt. Zunächst wird eine Spermaprobe von einem Partner oder Spender abgegeben und vom Labor untersucht. Nicht lebensfähige, schwache oder sich langsam bewegende Spermien werden entfernt, sodass nur die besten übrigbleiben. So steigen die Chancen auf eine Befruchtung. Die Spermien werden in einen dünnen Spezialkatheter gegeben und durch den Gebärmutterhals in die Nähe der Eileiter gebracht. Das bedeutet, dass die Spermien nicht ganz so hart arbeiten müssen, um dorthin zu gelangen, wo sie hinsollen. Der Prozess selbst ist einfach und schmerzlos. Es sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich und das Ganze kann in einem Untersuchungsraum durchgeführt werden. Danach kannst du mit deinem Tag wie gewohnt weitermachen.

Jetzt, da du mehr über die IUI weißt, kannst du dich an deinen Arzt wenden, um herauszufinden, ob sie die richtige Option für dich ist. Zuerst wird dir dein Arzt dabei helfen, herauszufinden, ob deine Eileiter offen sind. Der Arzt wird auch sicherstellen, dass das Sperma bei der Samenanalyse gut bewertet wurde. Eine gute Bewertung heißt, dass sich Beweglichkeit, Volumen und Morphologie im Normalbereich befinden. Das sind alles große Entscheidungen, aber wir sind hier, um sicherzustellen, dass du all die Informationen und Unterstützung erhältst, die du brauchst, um sie selbstbewusst zu treffen.